Verhütung für den Mann

Verhütung ist Frauensache! Stimmt nicht -Fakt ist aber, das viele Frauen die Verantwortung ungern auf den Mann übertragen! Aber auch für den Mann gibt es eine Vielzahl von Verhütungsmethoden.

Kondom

Das Kondom ist eine Hülle aus Latex - es gibt aber auch andere Materialien - die über den Penis gestreift wird. Es ist das fast einzige Verhütungsmittel das zugleich auch gegen sexuell übertragbare Krankheiten schützt. Kondome werden teilweise als unangenehm empfunden - als nicht gefühlsecht. Das Überziehen an sich wird oft als Störfaktor betrachtet.

Hitze

Der Hoden des Mannes befindet sich nicht ohne Grund außerhalb des Körpers. Die Spermien vertragen keine Hitze. Außerhalb des Körpers ist es luftig und kühler als darin. Schon bei 35 °C sind Spermien hitzegefährdet. Diese Tatsache kann man sich zur Verhütung zu Nutzen machen. Werden die Hoden für 21 Tage täglich für ca. 45 Minuten in ca. 46 °C heißes Wasser getaucht (kurz vor der Schmerzgrenze), führt dies zur vorübergehenden Unfruchtbarkeit. Nach ungefähr 6 Monaten sind die Spermien wieder im Normalzustand.

Überhitzung durch Ultraschall: Zur Überhitzungsmethode gibt es eine schnellere Variante. Mit Ultraschall soll die Spermienbildung verringert werden bis praktisch gar keine mehr gebildet werden. DIe Spermien die sich doch noch ausbilden sind zu schwach um die Eizelle letztendlich zu erreichen. In nur zwei Sitzungen von je 15 Minuten wird mit dem Ultraschall-Transducer der Hoden überhitzt.

Papayasamen

In Asien wurde schon früher erfolgreich mit Papayasamen verhütet. Dazu werden lediglich einige Papayasamen täglich gekaut. Dadurch wird die Anzahl der Spermien verringert bis hin zur vollständigen Vernichtung. Jedoch nur für einen begrenzten Zeitraum. Um die Hitze-Methode noch zu verstärken ist diese Variante optimal.

Vasektomie

Bei der Vasektomie wird ein 1-3 cm langes Stück des Samenleiters entfernt und die Enden verödet. Somit gelangen keine Spermien mehr vom Hoden durch das Ejakulat nach außen. Der Eingriff wird meist ambulant durchgeführt.

Antibabyspritze

Die Antibabyspritze ist eine hormonelle Verhütung für Männer um diese temporär Zeugungsunfähig zu machen. Der Patient bekommt dazu alle 2 Monate eine Spritze. Die Produktion des Hormons Testosteron wird durch den Wirkstoff eingestellt. Verstärkt wird das ganze durch Zugabe eines Gestagens. Nach 2-4 Monaten ist die Spermien Produktion wieder hergestellt.

Spermastöpsel

Geforscht wird an einem Spermastöpsel. Dieser wird in einer kurzen ambulaten OP in die Samenleiter des Mannes gesetzt und versperren somit den Spermien schlicht den Weg. Vorteil bei dieser Methode ist, dass die Stöpsel wieder entfernt werden können und der Mann dann wieder zeugungsfähig ist.

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